Cyberrisiken im Blick: IT-Sicherheit beginnt mit der Risikoanalyse

Vorletztes Jahr lag die Schadenssumme durch Cyberkriminalität bei einem Rekordwert von über 260 Milliarden Euro. Hackangriffe sind ein Teil davon und allein auf die IT-Systeme der Deutschen Bundesbank gibt es jede Minute mehr als 5.000 Cyberangriffe, die abgewehrt werden müssen. Auch mittelständische und kleinere Betriebe sind Ziel von Hackerangriffen, eingeschleusten Schadprogramme und digitalen Lösegelderpressungen. Unternehmen werden so lahmgelegt und in letzter Konsequenz kann es sie in den wirtschaftlichen Ruin treiben.

Hans-Joachim Schulten, IT-Sicherheitsexperte und Berater für Management-Systeme aus Bordesholm informierte deshalb im Rahmen der Netzwerkveranstaltungen „Krisen, Katastrophen, Konflikte“ über die rechtlichen Vorgaben für die IT-Sicherheit und ein praxisorientiertes Vorgehen zur Risikoanalyse. Das Netzwerk ist eine Initiative in Neumünster von Wirtschaftsförderung, Unternehmensverband, Kreishandwerkerschaft, IHK und Berufsfeuerwehr, um Unternehmen und Handwerksbetriebe resilienter für Krisen und neue Bedrohungslagen zu machen. "Beschäftigen Sie sich unbedingt mit den gesetzlichen Vorgaben für die Betreiber "Kritischer Anlagen" sowie dem NIS-2-Gesetzespaket. Vor der geschilderten Bedrohungslage will der Gesetzgeber richtigerweise die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen und Organisationen stärken, weil aus eigenem Antrieb offenbar noch immer zu wenig geschieht. Bei der Umsetzung sind - auch für nicht betroffene Organisationen - die rechtlichen Regularien, Unterlagen wie der der BSI-Standard 200-3 sowie die ISO-Norm DIN 27001 gute Orientierungshilfen, um Risiken in der Informationstechnik zu lokalisieren, richtig einzuschätzen und mit entsprechenden Maßnahmen auf ein tragfähiges Maß zu reduzieren." so Hans-Joachim Schulten. Aus seinen Erfahrungen in der Beratung von Unternehmen stellte er dazu auch noch eine pragmatische und vereinfachte Lösung vor, die die Eintrittswahrscheinlichkeiten und Handlungsnotwendigkeiten in jeweils drei Klassen einteilt und in einem Portfolio einen kompakten Überblick bietet. „Wenn man sich schrittweise damit beschäftigt, sind für alle die Gesetzestexte und Vorgaben entsprechende Leitplanken, um seine betriebliche Informationstechnik krisensicherer aufzustellen. Die Geschäftsführung hat dabei die entscheidende Verantwortung“, so Hans- Joachim Schulten.

Iris Meyer

Geschäftsführerin

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