TecPro-Net
Das von der EU geförderte 2-jährige Projekt „Dänisch-Deutsches Technologie- und Produktionsnetzwerk" TecPro-Net wurde Ende April 2007 offiziell beendet.
Träger des Projektes TecPro-Net waren die Wirtschaftsförderungseinrichtungen der beteiligten Regionen Fünen, Südjütland, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg sowie der Städte Flensburg und Neumünster (als Teil der K.E.R.N.-Region) sowie die Wissens- und Kompetenzzentren der Regionen Fünen und Südjütland. Die vier Projektpartner haben an dem gemeinsamen Ziel gearbeitet, die Kooperationen zwischen technologieorientierten kleinen und mittelständischen Unternehmen in den vier Regionen Fünen, Neumünster, Nordfriesland und Sønderjylland auf- und auszubauen. Damit förderte das Projekt das grenzübergreifende Zusammenspiel zwischen Kompetenzkernen und Fertigungsbetrieben. Jeder Projekt-Partner wurde dabei mit einem Zuschuss von 50% aus dem EU-Programm INTERREG IIIA gefördert.
Ausschlaggebend für TecPro-Net war eine Analyse der dänischen Projektpartner (Fyns ErhvervsCenter und Sønderjyllands ErhvervsCenter) und der Wirtschaftsagentur Neumünster (Koordinator des Produktionsnetzwerks Neumünster). Ergebnis: durch Aufbau eines Produktionsnetzwerkes mit Unternehmen aus dem Produktionsnetzwerk Neumünster (PNW) und Unternehmen aus den übrigen projektteilnehmenden Regionen können bedeutende Vorteile und Synergien erreicht werden.
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Aufgabe des Projektes war es, durch Nutzung der Kompetenzen und Kontakte seiner Netzwerkpartner die Leistungsfähigkeit und damit die Konkurrenzfähigkeit der beteiligten Unternehmen am internationalen Markt zu verbessern. Übergeordnetes Ziel war die Vermittlung potentieller Geschäftspartner und die Erschließung neuer Märkte. Untergeordnetes Ziel war die Unterstützung der regionalen Standortpolitik durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Durch Themen-Workshops in Verbindung mit Wissens- und Erfahrungsaustausch, die in den Jahren 2005-2007 stattfanden, erweiterten sich die Kontakte vieler Unternehmen über die Grenze hinaus. Erste Kooperationen ergaben sich und der Wunsch zu Nachfolge-Workshops entstand. Zweck dieser Aktivitäten war die Entwicklung neuer Projekte, für die im regionalen Netzwerk keine geeigneten Partner identifiziert werden konnten.
Mit der geschaffenen Unternehmensdatenbank - seit März 2006 online mit inzwischen 121 Mitgliedern - des dänisch-deutschen Technologie- und Produktionsnetzwerkes TecPro-Net steht ein Instrument zur Verfügung, mit dem der erste Schritt zur Kontaktaufnahme einfach, schnell und kostengünstig möglich ist. Kleine und mittlere Unternehmen aus den beteiligten Regionen haben hier die Möglichkeit, geeignete Geschäftspartner für eine Zusammenarbeit zu finden.
Parallel dazu stellt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland seit 2001 Informationen zum Thema deutsch-dänische Zusammenarbeit auf den Seiten von www.regnetddk.org ins Netz.
Um Informationen zu bündeln sind die deutschen und dänischen Partner übereingekommen, einen gemeinsamen Internetauftritt der beiden Portale zu schaffen. Auf dem zukünftigen Portal www.grenznet.com (www.grænsnet.com) werden Informationen zum Thema grenzüberschreitende Wirtschaftsbeziehungen, Ansprechpartner, Adressen, News, Veranstaltungen und Links mit der bisher aufgebauten deutsch-dänischen Unternehmensdatenbank vereint. Es entsteht somit ein Portal für die wirtschaftliche Zusammenarbeit im deutsch-dänischen Grenzgebiet – das Wirtschaftsportal für die Grenzregion.
Auf der Internetseite des Projektes TecPro-Net www.tecpro-net.com finden Sie dazu weitere Informationen.
Der Aufbau grenzüberschreitender Strukturen ist noch nicht beendet. Die Hemmnisse auf dem Weg zur deutsch-dänischen Kooperation wurden unterschätzt. Es gibt kulturelle Unterschiede, die es zu überwinden galt und in der Startphase stieß man auch auf Kommunikationsprobleme. Die Scheu zu grenzüberschreitenden Kooperationen konnte auf beiden Seiten erst nach und nach ausgeräumt werden. Dem gemeinsamen Ziel der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Unternehmen als Systemlieferanten ist man durch die entstandenen Kooperationen ein ganzes Stück näher gekommen. Umso wichtiger ist es nun, sich gemeinsam mit den dänischen Partnern in Brüssel um ein Anschlussprojekt zu bemühen.
Nach der Phase der Netzwerkbildung mit entsprechend ausgerichteten Aktivitäten folgt nun die Phase des Eintritts in wertschöpfende Kooperationsprojekte. Mit netzwerkweit verfügbaren Kapazitäten und Kompetenzen wird sich am Markt um Entwicklungs- und Fertigungsaufträge beworben. Firmen unterschiedlicher Kompetenzen und Kapazitäten werden je nach Kundenwunsch und Prozesserfordernissen durch eine Stelle koordiniert.
Zu diesem Zweck wird ein Prozess der Positionierung erforderlich sein. Eine wichtige Aktivität des neuen Projektantrags wird daher Marketing und Vertrieb sein. Die Basis dazu, die mit dem bisherigen Projekt (16.12.2004 – 30.4.2007) erarbeitet wurde (umfassende Kenntnisse voneinander, Netzwerkstrukturen, Kontakte zu Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen) wird weiter gepflegt.
Im Fokus bleiben die gemeinsam mit den Unternehmen zu erarbeitenden handelsrechtlichen Formen der Kooperation. Ein geeignetes Modell zu finden und zu entwickeln, wird ein Nebenaspekt der gemeinsamen Arbeit sein.


