Initiative Handwerk in Neumünster
Das Handwerk stellt in Neumünster etwa jeden fünften Arbeitsplatz. Neben konjunkturbedingten Schwierigkeiten der Branche hat das Handwerk insbesondere unter dem Abzug der Bundeswehr deutlich gelitten, denn diese war ein wichtiger Kunde für Lieferung und Leistung.
Mit der Initiative Handwerk Neumünster will die Wirtschaftsagentur
Neumünster in Kooperation mit den regionalen Handwerksorganisationen,
der Kreishandwerkerschaft Neumünster und der Handwerkskammer zu Lübeck,
mit einer Vielzahl von Projektansätzen die Wettbewerbsfähigkeit des
Neumünsteraner Handwerks stärken.
Folgende Projektansätze werden zurzeit im Rahmen der Initiative Handwerk Neumünster verfolgt:
Betriebliche Kooperation im Handwerk
Ziel dieses Teilprojektes ist es, verschiedene Handwerksbetriebe zu
einer strategischen Handwerkskooperation zusammen zu führen und im
weiteren Verlauf fachlich zu begleiten und zu betreuen.
Die Notwendigkeit für die Handwerkskooperation ergibt sich u.a. aus den sich verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen, den geänderten Marktanforderungen ("Leistung aus einer Hand"), der Möglichkeit sich neue Geschäftsfelder zu erschließen (z.B. "Seniorengerechtes Bauen") und sich um Aufträge von größerem Volumen, die bislang hauptsächlich durch Generalunternehmer abgewickelt wurden, zu bewerben.
Dazu fanden zwischenzeitlich mehrere Informationsveranstaltungen statt,
aus denen sich erste Ansätze für Kooperationen ergeben haben.
Bau- und Handwerkerinnovationszentrum
Als weiteres Ziel wird gegenwärtig das Projekt "Bau- und Handwerkerinnovationszentrum" verfolgt.
Das Projekt soll auf einer Konversionsfläche (Militär- oder Industriebrache) realisiert werden und besteht aus drei miteinander im Zusammenhang stehenden Modulen:
- Existenzgründungszentrum für Handwerker
- Handwerkerhof, Handwerkskooperationen
- Innovations- und Informationszentrum Handwerk, Wissenstransferstelle
Neben der Neuansiedlung und Bestandssicherung von Handwerksbetrieben ist vorgesehen, in dem Bau- und Handwerkerzentrum Innovationen in der Bautechnik (z.B. ökologisches Bauen, energiesparendes Bauen, neue Baustoffe, Qualitätsmanagement im Bauhandwerk) an das Handwerk zu vermitteln und auch privaten Bauinteressenten die Kenntnisse über die Bautechniken und die Leistungsfähigkeit des regionalen Handwerks darzustellen.
EU-Osterweiterung
Das Handwerk soll über Chancen und Risiken der EU-Osterweiterung informiert werden. Informationsveranstaltungen und Workshops mit osteuropäischen Partnern sind vorgesehen.


